yin  und  yang - die  polaren  kräfte

Das Symbol von Yin und Yang ist wohl jedem bekannt.

Yin und Yang sind zwei polare Kräfte, die sich auf der einen Seite verdrängen, auf der anderen Seite aber voneinander abhängen und sich beeinflussen.

 

Alles in dieser Welt hat sowohl Yin- als auch Yang-Aspekte und Eigenschaften. Sie sind zwar Gegensätze, allerdings immer in einer Einheit. Beide Begriffe sind auch immer als relativ zu verstehen, daher nur im Vergleich sinnvoll. Die Beziehung zwischen Yin und Yang ist somit keinesfalls als absolutes entweder....oder, sondern viel eher als ein sowohl...als auch zu verstehen.

 

Auch sollte man Yin und Yang nicht im Sinne von Gut und Schlecht bewerten. In der westlichen Welt stellt beispielsweise Schwäche immer etwas Schlechtes dar, während Stärke als etwas Gutes angesehen wird. Der Daoismus jedoch kennt eine "Stärke in der Schwäche" und eine "Schwäche in der Stärke".

Genau wie in dder Natur der Regen dem Sonnenschein folgt, sollte der Aktivität auch die Zeit der Ruhe folgen. Alles wechselt sich wellenartig ab. Niemals gibt es Stillstand.

 

Aus der traditionellen Sicht entspricht Yin der Materie bzw. der Struktur und Yang der Energie oder dem geistigen Prinzip. Yin ist die Kälte, die Nacht, Yang dagegen die Hitze und der Tag.

In der TCM wird auch der menschliche Körper in Yin und Yang eingeteilt. So entspricht unsere Vorderseite Yin, unsere Rückseite hingegen Yang. Unsere obere Körperhälfte ist mehr Yang als die untere. Links gilt als Yang und rechts als Yin, Knorpel und Sehnen als Yang und Haut und Knochen wiederum als Yin.

 

"Yin und Yang im Körper sind zwei Polaritäten, die stets um Ausgleich bemüht sind. Eine Leere des einen Poles führt zu einer relativen Fülle des anderen, eine Fülle des einen zu einer relativen Leere des anderen."

 

Gerade in Phasen vermehrter Aktivität ist es deshalb sehr wichtig, gzielte Ruhepausen einzulegen, um das Yin in uns wieder zu stärken.

Menschen, denen oft kalt ist und die ein großes Wärmebedürfnis haben, sind energetisch im Yin-Zustand - sie sehnen sich nach Wärme. Hitzige Naturen sind dagegen Yang-betont. Ihnen bekommen kühlere Temperaturen besser.

Krankheiten, die mit viel Hitze einhergehen, zeigen einen Yang-Überschuss an. Sodbrennen ist zum Beispiel ein typisches Zeichen für eine Hitze des Magens. Kalter Schweiß dagegen verweist auf einen Yin-Überschuss.

Kühlende, feuchte Lebensmittel schenken unserem Körper die notwendige Yin-Energie. Trockene, erwärmende Lebensmittel versorgen uns mit Yang-Energie.

Menschen, die viel erschöpft sind und viel frieren benötigen also mehr Yang in ihrer Nahrung. Sie sollten warme und gekochte Speisen bevorzugen.

Hitzige Naturen, die zu Überaktivität neigen, können sich hingegen mit Yin-betonter Nahrung erfrischen.