die  somatische  Intelligenz

Die Somatische Intelligenz ist eine Fähigkeit unseres Körpers, uns zu zeigen, welche Nahrung er gerade braucht und welche nicht.

Er zeigt uns dies über die Bekömmlichkeit oder Unverträglichkeit bestimmter Lebensmittel, aber auch durch Appetit und Ekel.

Haben Sie beispielsweise Ekel vor Spinat vertragen Sie vielleicht die darin enthaltene Oxalsäure nicht!

Gerade die Oxalsäure kann bei manchen Menschen Nierensteine verursachen oder die Blutgerinnung stören.

 

Fazit:

Nichts essen, nur weil es andere essen und empfehlen.

Bei sich bleiben und genau hinschauen: Tut mir das gut? Will ich das essen? 

Kinder nicht dazu zwingen, ganz besonders "gesunde Lebensmittel" zu essen, wenn sie diese vehement ablehnen.

Sich selbst nicht zum essen von Lebensmitteln zwingen, die man nicht essen will. Es gibt so viele andere gute Lebensmittel, auf die man zugreifen kann.

Woher kommt diese Form der Intelligenz?

Die "Körperintelligenz" ist die Urform von Intelligenz. Es gab sie schon lange vor der rationalen, kreativen oder räumlichen. Schon vor Jahrmillionen, als die Lebewesen noch gar kein Bewusstsein besaßen, verfügten sie über diese spezielle Form der Intuition.

Hinter unseren Abneigungen und Gelüsten steckt noch heute diese Urfähigkeit in uns.

Sie hilft uns, die Nahrung auszusuchen, die den Anforderungen unserer Genetik, unserer Konstitution und unserer Lebenssituation entsprechen.

Wir müssen allerdings wieder lernen, die Signale unseres Körpers wahrzunehmen.

 

Wir müsssen wieder mehr auf unser Bauchgefühl hören!

 

Durch die zunehmende Informationsflut in den Medien vertrauen immer mehr Menschen den gängigen und oft verallgemeinernden Empfehlungen der Ernährungsaufklärung, anstatt auf die eigene Bekömmmlichkeit zu achten. Wir vertrauen mehr auf das Wissen von außen als auf unser Gefühl. Wir sind nicht achtsam genug mit unserem Körper und horchen selten "richtig" in uns hinein.

Auch viele Zusatzstoffe in Lebensmitteln, wie Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Farbstoffe, Konservierungshelfer, etc.  beeinträchtigen unseren Geschmackssinn und damit auch unsere Somatische Intelligenz.

Aufgrund unterschiedlicher genetischer, immunologischer, kultureller und emotionaler Faktoren haben wir jedoch unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse. Es kann durchaus sein, dass wir in unterschiedlichen Lebensphasen auch unterschiedliche Nahrungsbedürfnisse haben.

 

Nicht jedes Lebensmittel ist für jeden gleich gesund!

 

Wie lerne ich, wieder auf meinen Körper zu hören?

Wir brauchen dafür vor allem eines: Achtsamkeit!

 

Diese kleine Übung verbessert die Sensibilität für den eigenen Körper:

  • Ziehe dich nach dem Essen für einige Minuten zurück.
  • Schließe deine Augen.
  • Stelle dir folgende Fragen:
    • Wie groß war meine Lust auf das, was ich gegessen habe?
    • Habe ich gegessen, was ich wollte, oder habe ich mich "gesellschaftlich" dazu gezwungen gefühlt"
    • Hat es mir gut geschmeckt?
    • Wie reagiert mein Bauch auf das Essen?
    • Wie ist meine Stimmung?

 

Beispiele für Lebensmittel, bei denen unser Körper uns sagt, ob sie gesund für uns sind:

Äpfel:

Wenn Äpfel gewaschen und nicht nicht übermäßig mit Pestiziden behandelt wurden, gilt es als gesund, sie mit Schale zu essen.

Wer kennt das Zitat nicht: "One apple a day keeps the doctor away".

Aber: Das natürliche Apfelwachs - das Fett also, das die Apfelschale bildet und die Frucht so vor Austrocknung schützt - lagert sich bei manchen Menschen in der Leber an.

Mögliche Folge: Die "Apfelfettleber".

Wenn Sie merken, dass Ihnen ein geschälter Apfel besser bekommt, sollten Sie dieser Intuition unbedingt nachgeben!

 

Frisches Obst:

Obstrohkost gilt landläufig als gesund. Doch viele Menschen klagen über einen angegriffenen Zahnschmelz, verursacht durch die Fruchtsäure. Dies ist ein eindeutiges Körpersignal, das den Organismus vor einem dauerhaften Zuviel an Obstrohkost bewahrt.

 

Vollkorn:

Im Getreide befindet sich die höchste Konzentration an natürlichen Schutzstoffen in der Randschicht des Korns. Diese Teile des Korns sind bei Vollkornprodukten noch erhalten. Lektine sind beim Getreide die natürlichen Abwehrstoffe, mit denen es sich vor Fraßfeinden schützt. Diese können beim Menschen zu Unverträglichkeiten, Blähungen, Magenschmerzen oder Krämpfen führen. Es gibt außerdem Anhaltspunkte, dass Lektine Entzündungen im Darm hervorrufen können. Sie können die Durchlässigkeit der Darmwand verstärken und dadurch das Gleichgewicht der Darmflora stören.

 

Mais, Soja, Erdnüsse:

In den Randschichten sowie im Keimling des Getreidekorns findet sich die Phytinsäure.

Die Phytate binden sich an die mit der Nahrung aufgenommenen Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Eisen und Zink. Dadurch hemmen sie die Aufnahme dieser Stoffe in den Blutkreislauf.

Besonders hohe Konzentrationen befinden sich in Weizen-, Gersten- und Roggenrandschichten, in Mais, in Soja und in der Erdnuss. Dies kann, je nach Bedarfslage des jeweiligen Menschen zu einer Unterversorgung mit Mineralstoffen führen.

Tipp: Auf Kleie-Produkte verzichten!

 

Tomate:

Viele Nachtschattengewächse, wie die Tomate, Aubergine, Paprika enthalten eine besonders giftige Waffe, um sich vor Schädlingen zu schützen: Die Pflanzenalkaloide. Beim Menschen können diese unangenehme Wirkungen wie Blähungen hervorrufen.

Haben Sie eine Abneigung gegen diese Gemüsesorten, ist das eine höchst vitale, somatische Intelligenzleistung.

 

Unser Lebensstil raubt uns oftmals diese körperliche Weisheit bezüglich des Essens.

Daher müssen wir wieder lernen, die Signale unseres Körpers richtig zu deuten und wahrzunehmen, damit wir die richtige Nahrung für uns aussuchen.

Die TCM Ernährungsprinzipien können dabei helfen, wieder achtsam zu essen.

Wir lernen, die Zeichen des Körpers zu deuten und die Lebensmittel zu wählen, die uns gut tun.

 

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