durst  und  trinken  aus  der  sicht  der  tcm

Jeder kennt den Ratschlag, täglich mindestens 2 Liter Flüssigkeit zu trinken.

Auch aus der Sicht der TCM sollte man ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Es gilt jedoch weniger die Flüssigkeitsmenge zu bilanzieren als vielmehr das Durstempfinden zu regulieren!

Wie entsteht Durstlosigkeit?

Durstlosigkeit entsteht typischerweise bei Nässe- und Schleimstörungen.

Ziel ist hier nicht, entgegen des Durstempfindens zu trinken. Das würde den Organismus nur zusätzlich belasten. Ziel ist es, die Ursache zu behandeln, also die Nässe aus dem Körper auszuleiten. Dadurch wird das Durstempfinden automatisch gesteigert und der Mensch zum Trinken bewegt.

Wie leite ich die Nässe aus dem Körper aus?

  • die Körpermitte, Milz und Magen stärken.
  • Regelmäßig essen. Morgens, mittags, abends. Zwischen den Mahlzeiten nichts essen.
  • Gekochte Mahlzeiten essen. Nicht soviel rohes, verschleimende Lebensmittel wie Milch, Bananen reduzieren.
  • Abends nicht zu spät essen.
  • Regelmäßig entschlackende und entwässernde Lebensmittel sowie pflanzliche Proteine essen.
  • Hülsenfrüchte haben eine neutrale bis kühlende Wirkung, und die meisten Sorten wirken leicht entwässernd. Getreide sollte in der Regel gekocht als Getreidebrei gegessen werden. Hirse, Hafer, Buchweizen, Quinoa, Roggen haben eine entwässernde Wirkung.

 

Diese Tipps sind allgemein gehalten und können natürlich Ratschläge aufgrund einer gründlichen Anamnese im Sinne der TCM mit Zungen- und Pulsdiagnostik nicht  ersetzen.

 

Tipps für ein gesundes Trinkverhalten:

  • Regelmäßig warmes Wasser trinken. Ich selbst richte mir morgens eine Thermoskanne mit heißem Wasser. So habe ich  das warme Wasser schnell griffbereit. Pures Wasser ist wirklich das beste Getränk.
  • Über den Tag regelmäßig kleine Mengen an Wasser trinken. Ideal sind 40 ml pro Viertelstunde. So erreicht das Wasser wirklich alle Zellen. Keinesfalls sollte mehr als ein halber Liter auf einmal getrunken werden. Diese Menge durchspült zwar kräftig die Nieren, wird aber zu schnell wieder ausgeschieden und erreicht daher nicht alle Körperbereiche.

 

interessante Fakten zu Körper und wasser:

Wasser - ein hohes Gut im menschlichen Organismus

Unser Körper besteht zu fast 70 Prozent aus Wasser.

Bei einem 70 Kilo schweren Menschen sind das mehr als 35 Liter!

Das klingt, als sei es viel, doch jeder einzelne Tropfen wird von unserem Organismus exakt bemessen, eingeteilt und überwacht. Ohne Wasser könnten unsere Zellen überhaupt nicht existieren.

Als Faustregel gilt: Pro Kilogramm Körpergewicht benötigen wir 30 ml Flüssigkeit am Tag. Das entspricht ziemlich genau der Menge, die wir täglich ausscheiden - über den Atem, als Schweiß, als Urin und über den Stuhl.

Sobald im Wasserhaushalt eine Unterversorgung entsteht, leitet unser Organismus ein Notprogramm ein. Es weist den Organismus an, Wasser unter allen Bedingungen zurückzuhalten. Die Nieren fahren herunter. Giftstoffe werden nicht mehr ausreichend aus dem Körper geschwemmt. Die Gefäße verengen sich und drosseln die Sauerstoffversorgung aller Bereiche, die nicht akut lebenswichtig sind. Der Neurotransmitter Histamin wird ausgeschüttet. Dieser sorgt für eine Umverteilung des noch vorhandenen Wassers im System. Dabei bewegt sich das Histamin immer wieder über jene Nervenbahnen, die für das Schmerzempfinden zuständig sind - und kann so Schmerzen auslösen.

 

Mögliche Folgen eines Wassermangels:

Ein Wassermangel kann viele Krankheiten und Beschwerden begünstigen.

 

  • Müdigkeit und Erschöpfung. Wassermangel führt dazu, das wir wengier Energie haben.
  • Asthma und Allergien: Bei einer Dehydration wird durch die Ausschüttung des Botenstoffes Histamin die Verengung der Atemwege ausgelöst, um so weniger Wasser über die Atmung zu verlieren.
  • Gelenkschmerzen: Alle Gelenke haben eine Knorpelschicht, die zum größten Teil aus Wasser besteht. Sie wirkt als Puffer. Fehlt Wasser, wird die Schicht geschwächt. Es kommt zu Reibungsschäden  und Gelenkproblemen.
  • Hoher Blutdruck: Blut besteht zu 92 Prozent aus Wasser. Bei Wassermangel dickt das Blut ein und fließt langsamer. Die Floge kann Bluthochdruck sein.
  • Hautbeschwerden: Ein Wassermangel beeinträchtigt die Ausleitung von Giftstoffen über die Haut. Das kann zu Hautkrankheiten- und veränderungen führen. Die Haut kann austrocknen und Falten bilden.
  • Blasen- oder Nierenprobleme: Die Nieren sorgen dafür, dass Abfallprodukte und überschüssige Flüssigkeit ausgeschieden werden. Fehlt Wasser, verbleiben die Stoffe im Körper. Das macht Blase und Niere anfällig für Infektionen.
  • Muskelkrämpfe: Muskeln bestehen zu 75 Prozent aus Wasser. Ohne genügend Flüssigkeit drohen Krämpfe.